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Rund um das Thema Geburtsfotografie

 
 
 

Die ersten Wunderstunden


Vor Kurzem habe ich einen Teil meines Angebots erneuert und möchte Euch hier kurz erläutern wieso weshalb warum. Außerdem soll Euch dieser Blogbeitrag helfen herauszufinden, welche Fotosession am besten zu Euren Bedürfnissen passt.

Diese neue Aufteilung greift auch deshalb so schön ineinander weil sie es mir ermöglicht, Euch mit den „Wunderstunden“ eine prima Alternative zu einer kompletten Geburtsreportage anzubieten…

 


Die Geburt von Emil


„Kühle Wellen laufen die Beine hinab, und dann sind sie taub. Jetzt darf Simon zu mir. Er sitzt rechts von meinem Kopf. Seine starke Rechte Hand greift meine festgebundene und hält mich. Seine linke liegt an meinem Kopf. Die Haube und der Mundschutz, der ein wenig verrutscht ist, lassen mich nur seine Augen sehen. Aber das genügt, denn sie sagen alles ohne Worte. Er schaut mir in die Augen und hält meinen Blick fest, während ich spüre, dass es los geht. Es wird kalt und heiß und nass – oder auch nichts davon. An mir wird gerüttelt, geschoben und gezogen. Simons Griff wird fester, aber sein Blick bleibt stark und gibt mir das Gefühl, dass alles gut ist, weil wir da zusammen sind um Emil ins Leben zu begleiten. Und da ist er.  …“


Die Hausgeburt von Jakob


„Noch immer recht verunsichert ob es jetzt nun endlich losgeht beschlossen wir gegen halb 11 meine Hebamme Riona anzurufen! Diese war gerade auf dem Weg ins Bett…wir hatten ein ziemlich lustiges Telefonat, weil sie mir natürlich auch nicht sagen konnte, ob es DAS nun ist!
Wie verblieben so, dass ich mich wieder melde, wenn es doof wird!
Danny, mein Freund und ich machten es uns im Wohnzimmer bequem und schauten Tierdokus… gegen 23:15 Uhr kamen die ersten wirklich unangenehmen Wehen und ich musste kräftig veratmen!
Die Abstände habe ich ab da nicht mehr gezählt, ich wusste, es geht los! Um 23:30 Uhr ging meine Eröffnungsphase langsam dem Ende zu… es war intensiv, sehr intensiv!
Ich wollte in den Pool… in der Hoffnung, die Wehen etwas besser auszuhalten…“


Die Geburt von Nora


„Ich habe mir schon immer eigene Kinder gewünscht – 3 sollten es sein. Doch dann erhielt ich eine niederschmetternde Diagnose, die diesen Wunsch unrealisierbar erscheinen ließ. Umso glücklicher waren wir, als ich dann schließlich doch mit meinem „großen“ Sohn schwanger wurde.

Danach stand allerdings immer wieder diese Frage im Raum „Wagen wir es noch einmal?
Wollen wir den ganzen Stress, die körperliche und seelische Belastung noch einmal durchmachen?
Schaffen wir dies überhaupt? Halten wir negative Ergebnisse überhaupt noch aus?
Aber die Antwort zu all den Fragen war immer ein eindeutiges JA. Und nach einer sehr kräftezehrenden und nervenaufreibenden Zeit, hielt ich einen positiven Schwangerschafts-Test in meinen Händen…“


Die Geburt von Marit


Bericht einer Hausgeburt

„Ich plante also weiter an unserem Filmabend oder vielleicht noch einem Spaziergang, falls Liegen irgendwann zu unangenehm werden sollte. Eher aus Gewohnheit tastete ich zwischendurch mal nach dem Muttermund. – Und hatte die Fruchtblase unter den Fingern.

Langsam dämmerte auch mir, dass sich jetzt wohl wirklich etwas tat und bestimmt auch irgendwann richtige Wehen kämen. – Unter der ersten Geburt hatte ich über viele Stunden sehr schmerzhafte Wehen gehabt, die aufgrund der vielen Interventionen und Untersuchungen im Krankenhaus nicht wirksam arbeiten konnten.“


Die Geburt von Miriam


„Miriams Geburt war für uns so besonders, weil ich schon Ende vierzig bin und mein Mann Mitte fünfzig.
Unsere „Großen“ sind 9 und 14 Jahre alt und Miriam kündigte sich an, als die Hoffnung auf so ein Geschenk
schon zu schwinden drohte. Es war also klar, dass der Zauber des Anfangs begleitet sein würde mit einem Abschied,
mit dem Wissen, dass sich all unsere Erlebnisse nun nicht mehr wiederholen würden. Deshalb war es mir so wichtig,
auch die Geschwister in der Nähe zu haben, damit die vielen offenen Arme sie gleich empfangen konnten.

Ich durfte nur per Kaiserschnitt entbinden, weshalb ich zunächst etwas traurig war, denn ich hätte dieses letzte Mal
gerne eine Operation vermieden. Aber ich habe mich überzeugen lassen, dass es wirklich der beste Weg für uns alle sein würde…“


Die Geburt von Mira


Das wird doch jetzt aber hoffentlich nicht so schnell gehen, dass ichs nicht mehr… Noch eine Nachricht auf einem anderen Kanal: 00:15  Nimm ein Taxi!!!
Und wie ernst er es meint.
Run girl, run.

Wenige Minuten später saß ich im Taxi mit einem glücklicherweise nicht nur netten sondern auch ortskundigen Fahrer, der
in Sachen Eiligkeit sagen wir mal erfreulich Kundenorientiert eingestellt war.
Nach einer gefühlten Ewigkeit stand ich endlich vorm Nacht- und Notaufnahmeeingang. Normalerweise wäre ich erst noch drei Mal ums Haus gelaufen um zu sehen, ob es noch einen anderen, irgendwie  „offizielleren“ Eingang gab. Dafür war aber definitiv keine Zeit. Zumal mich just in dieser Sekunde eine weitere Nachricht erreichte